Spendenlaufblog

Update vom 03.06.2019

Vielen Dank, dass Sie hier vorbeischauen. Hier finden Sie Informationen zu dem geplanten Spendenlauf, für den ich Sie herzlich um Unterstützung bitte. Zunächst möchte ich mich Ihnen kurz vorstellen. Mein Name ist Rainer Garburg und ich wurde 1967 in Dortmund geboren.

Rainer Garburg beim Zieleinlauf nach einem Ultramarathon
Kurz nachdem ich 1993 begonnen habe für die Landesschule für Blinde und Sehbehinderte zu arbeiten, feierte der Förderverein „Verein zu Förderung blinder und sehbehinderter Kinder e. V.“ sein 25jähriges Jubiläum mit einer großen Dunkelausstellung. Diese hat mich als Gast sehr beeindruckt. 5 Jahre später, als die Schule ihren 100. Geburtstag und der Verein sein 30jähriges Jubiläum feierten, war ich in die Planungen für eine weitere, noch größere Dunkelausstellung bereits aktiv eingebunden und erinnere mich gerne an über 100h Dienst im Dunkeln in dem Bistro zurück. Diese Stunden haben mein Verständnis für blinde Menschen nachhaltig beeinflusst. Nun bin ich seit einigen Jahren ehrenamtlich im erweiterten Vorstand des Fördervereins tätig und möchte mit diesem Spendenlauf meinen Teil dazu beitragen, dass das 50jährige Jubiläum auch in der Öffentlichkeit wahrgenommen wird und die wertvolle Arbeit an blinden und sehbehinderten Kindern und Jugendlichen weitergehen kann.
Dafür habe ich mich für einen Spendenlauf der ganz besonderen Art entschieden. Marathon und Ultramarathon, also Strecken die über die klassischen 42 km hinausgehen und zum Teil mehrfache Marathondistanz haben, laufe ich seit 2006. Allerdings habe ich noch nie den WiBoLT gefinisht, einen Lauf über 320 km, der von Wiesbaden bis Bonn über die komplette Strecke des Rheinsteigs führt. Per Email an post@vbbsk.de können Sie nun mitteilen, mit welchem Betrag pro Kilometer Sie das Vorhaben unterstützen möchten. Alternativ können Sie auch das Kontaktformular auf der Homepage nutzen oder einen Zettel mit den entsprechenden Daten im Sekretariat der Landesschule abgeben. Näheres können Sie auch dem Flyer entnehmen, den Sie gerne auch an andere Interessierte weiterleiten dürfen.

Download Infoflyer

Nach dem Lauf bekommen sie per Mail bzw. Brief eine Zahlungsaufforderung über die Sie betreffende, von mir erlaufene Spendensumme zugesandt.
Schauen Sie auch gerne regelmäßig wieder hier vorbei, ich werde in Abständen über die Vorbereitungen für den Lauf, mein Training und über den Spendenstand berichten.

Rainer Garburg beim Vulkanmarathon in Mendig. Er ist bekleidet mit dem Spendenlaufshirt und einer kurzen Laufhose. Auf dem Rücken hat er einen Laufrucksack mit Trinksystem.

03.06.2019
Das Training für den WiBoLT ist mit dem Himmelfahrtstag abgeschlossen. Im Mai habe ich mich, gegenüber den ebenfalls schon sehr aktiven April, noch mal um 80 Monatskilometer gesteigert. Als letzten langen Lauf, der auch mit einer gehörigen Portion Höhenmeter aufwarten und viele Trailanteile bieten sollte, hatte ich mir den Westerwaldlauf 50km in Rengsdorf ausgesucht. Diesen Lauf kenne ich schon seit vielen Jahren. Ich bin ihn mehrfach gewandert, 2006 zum ersten Mal gelaufen. Wobei es den Lauf in Rengsdorf gar nicht gibt, denn jedes Jahr wird eine neue Runde ausgekundschaftet und markiert. Start der Läufer war wie immer um 8:00Uhr. Aber statt wie sonst mit dem Auto, wollte ich dieses Jahr über den Rheinsteig von Feldkirchen aus nach Rengsdorf laufen und bestenfalls auch wieder abends zurück. So brach ich schon in der Dämmerung morgens um 5:15Uhr zu Hause auf und war 2h später nach gut 13km in Rengsdorf, wo ich schon viele gute Bekannte traf. Kurz vor dem Start wurde ich noch von Jörg Niebergall, dem Reporter der RheinZeitung, kurz befragt und fotografiert. So kam es, dass am nächsten Tag der Spendenlauf auch in der RheinZeitung Erwähnung fand.


Die Runde war liebevoll ausgesucht und hervorragend ausgeschildert. Ich kam mal wieder durch Gegenden in der unmittelbaren Heimat, die ich vorher noch nie gesehen hatte. Vor allem hielt die Runde wunderbare Trails bereit, die die Generalprobe sehr realistisch machten. An den Versorgungspunkten gab es wie immer gute Getränke und Knabbereien, ich schreckte auch nicht vor Bockwurst mit Brötchen und einer Portion Erbsensuppe zurück. Im Ziel gab es noch leckeren Kuchen, dann machte ich mich wieder auf den Rückweg nach Feldkirchen. Bis zuletzt konnte ich trotz der vielen Höhenmeter und Kilometer immer wieder ins Laufen finden, was mir bei der Eifelleiter und beim WUT nicht mehr ganz so locker fiel. Am Ende waren es 77km bei gut 2200Hm. Die vielen Trainingskilometer haben also ihre Wirkung entfaltet.

Jetzt habe ich, was die Vorbereitung auf den WiBoLT betrifft, ein gutes Gefühl und tatsächlich habe ich auch viel zielgerichteter trainiert als in den anderen Jahren, vor allem wesentlich mehr Kilometer abgespult.
Der Spendenstand beträgt Stand heute 9,17€. Das finde ich großartig! Trotzdem: Ich bin mir sicher, die 10€-Marke wird noch gerissen.
06.05.2019
Den April konnte ich ohne irgendwelche Einschränkungen trainieren und viele lange Läufe absolvieren. Einen Tag der Osterferien nutzte ich, um sogenannte Loops zu laufen. Loops sind kleine Runden zwischen sechs und sieben Kilometern, meistens die üblichen "Hausrunden" die man als Läufer so hat. Meine kleinste Hausrunde beträgt 6,6km. Diese Runden läuft man über den Tag verteilt, so oft man möchte oder schafft. Die Zeit zwischen den Runden kann man frei gestalten. So begann ich mit der ersten Runde vor dem Frühstück und absolvierte im Laufe des Tages weitere fünf Loops. Am Ende des Tages standen dann rund 40km auf der Uhr. Schlussendlich bin ich noch nie in einem Monat soviel gelaufen wie in diesem April. Und der Mai begann schon wieder direkt mit einem Höhepunkt, dem Lohners Vulkan Marathon in Mendig. Dieser Marathon birgt einige Höhenmeter und führt durch sehr schöne Gegend. Für die 42km ließ ich mir sehr viel Zeit und lief nach exakt 5h ins Ziel.
Rainer Garburg läuft beim Vulkanmarathon durch leuchtend grüne Felder
Der nächste Höhepunkt wartete ja bereits vier Tage später, am 04.05. auf mich in Gestalt des WHEW100. Dieser Lauf ist ein 100km Lauf von Wuppertal über Heiligenhaus, Essen, Hattingen zurück nach Wuppertal. Ich war gespannt, wie gut ich die Anstrengung von Mittwoch wegstecken würde und war sehr überrascht, dass es so gut lief. Nach sehr langsamen 13:17h kam ich ohne Probleme ins Ziel. Für den WiBoLT sind ja auch weniger Schnelligkeit als Ausdauer und mentale Stärke gefragt. Unterwegs gab es keine Probleme, das Laufen fiel mir sehr leicht. Training zahlt sich halt aus. Allein das sehr kalte Wetter war über diesen langen Zeitraum eher unangenehm.

In den nächsten Wochen wird es darum gehen die Trainingskilometer sacken zu lassen und mich auf die zu erwartenden Höhenmeter auf dem Rheinsteig vorzubereiten. Dafür werde ich jetzt die Wälder um Feldkirchen erkunden dabei jeden Berg mitnehmen, den ich nur finden kann. Was das gebracht hat, werde ich dann an Himmelfahrt beim Westerwaldlauf über 50km rund um Rengsdorf herausfinden.
18.04.2019
Im März war ich zusammen mit Carolin Dohms - Mitglied im Vorstand des Vereins - und einer Gruppe von Kindern und Jugendlichen meiner Wohngruppe zu einem Radiointerview bei Antenne Koblenz, einem Regionalsender.
Für uns alle war es ein sehr interessanter und lehrreicher Ausflug. Vor allem die Schüler*innen konnten eine Menge Fragen stellen und waren über den Einblick in die Radiomoderation und die Studiotechnik sehr dankbar.
Für mich war es sehr aufregend und habe ebenfalls einiges gelernt. Beim nächsten Mal ist so etwas bestimmt schon Routine.

Hier nun das Interview mit dem Radiosender Antenne Koblenz 98.0:

Radiomitschnitt Interview

14.04.2019
Nachdem die zweite Märzhälfte trainigsmäßig fast komplett weg viel, weil mich am linken Fuß ein Fersensporn und gereizte Plantarsehnen sehr deutlich eingeschränkt haben, läuft die erste Aprilhälfte umso besser. Was gute orthopädische Einlagen doch alles ausmachen. Noch eine Woche vor dem Wiedtal-Ultratrail (kurz WUT) war ich mir nicht sicher, ob ich für die 65km überhaupt antreten könnte. Doch es hat alles geklappt, ich hatte fast keine Beschwerden mehr. Wie ich diesen Lauf liebe! Auch dieser Lauf ist kein Wettkampf, sondern ein geführter Gruppenlauf mit bis zu 70 Teilnehmern. Toll organisiert, reich bestückte Verpflegungspunkte und viele gute alte und neue Bekannte die sich seit sieben Jahren immer wieder gerne im schönen Wiedtal einfinden um die Runde um Waldbreitbach zu absolvieren. Immerhin werden dabei weit über 2000Höhenmeter bewältigt. Vom Tempo und vom Höhenprofil kommt das dem WiBoLT schon sehr nahe. Dann natürlich in 5-facher Länge. Unterwegs hört man schier unglaubliche Läufergeschichten, tauscht Erfahrungen aus, man verabredet sich für bestimmte Läufe und manche Läufer machen daraus sogar eine Startplatzbörse und gelangen so an Startplätze für schon lange ausgebuchte Events.
Das Laufshirt hat sich gut bewährt. Ein Läufer, der eine Zeitlang hinter mir lief und den Streckenverlauf des Rheinsteigs auf meinem Shirt studieren konnte, machte daraus kurzerhand "Schreckensverlauf". Ich liebe dieses Wortspiel jetzt schon.

Rainer Garburg im Eventshirt für den Spendenlauf beim WUT am 06.04.

Abends beim Pasta Büffet habe ich dann fleißig Flyer verteilt und auch noch Spendenzusagen bekommen.
Jetzt heißt es, für den April so viele Kilometer machen wie möglich, bevor dann Anfang Mai mit einem Marathon und einem 100km-Lauf kurz nacheinander die ganz heiße Trainigsphase eingeläutet wird.
Stand Spendenbarometer Ende März: 6,31€!
21.03.2019
Gestern habe ich mich besonders gefreut, denn das lang erwartete Laufshirt für den Spendenlauf ist angekommen. Speziell für diesen Anlass wurde dieses absolute Einzelstück angefertigt und wird mich auf den nächsten Trainingskilometern und auch Vorbereitungswettkämpfen begleiten. Natürlich auch auf dem Spendenlauf selbst. Solche Details bewirken im Kopf eine ganze Menge und setzen die vielleicht nötige Dosis an Willensstärke frei, die über Aufgeben oder Weitermachen entscheiden können.
Vorn ist auf dem Shirt das Logo des Fördervereins zu sehen und ein schwarzes Textfeld mit einer gelben Schrift "Pünktchen und ich". Auf dem Rücken ist ein weiteres Textfeld mit "320km 11.700hm Rheinsteig Spendenlauf 19.6.-23.6.2019" zu sehen. Darunter eine schematische Darstellung des Rheinsteigverlaufs. Auf dem einen Ärmel befindet sich ein kreisrundes Logo des Fördervereins, auf dem anderen das Wanderzeichen des Rheinsteigs ein weißes "R" auf blauem Grund. An den Seiten steht jeweils hochkant vbbsk.de
Das Spendenbarometer steht zur Zeit auf 4,26€/km. Und ich glaube, die richtig heiße Phase kommt erst noch!
08.03.2019
Der Februar ist vorbei und wieder habe ich einen neuen persönlichen Rekord aufgestellt, was die Gesamtkilometer/Monat betrifft. Gegenüber dem Januar habe ich mich sogar um rund 100km gesteigert. Ich fühle mich fit, der Ruhepuls ist sehr niedrig, ich habe einfach Lust aufs Laufen- also alles richtig gemacht bis jetzt. Nun gilt es für den März, die langen wöchentlichen Läufe weiter zu steigern und die Wochenkilometer ebenfalls auszubauen. Für den April und vor allem dem Mai habe ich auch spezielle Vorbereitungswettkämpfe geplant, die mir dann hoffentlich die nötige Ausdauer für die 320km nonstop im Juni geben werden.
Mittlerweile stehe ich auf der Seite vom WiBoLT auch auf der Teilnehmerliste, wo ich gleich eine freudige Überraschung erlebte. Mit mir wird ein alter Bekannter aus dem Jahr 2015 an der Startlinie stehen. Nils Thies arbeitete damals bei der FAZ als Bildredakteur und absolvierte den Lauf als Spendenlauf für ein Waisenhaus in Afrika. Sein Lauf wurde professionell von seinen KollegInnen bei der FAZ begleitet und mediengerecht aufbereitet. Wer mag kann bei einem Eimer Popcorn gerne hier nachlesen, wie es Nils ergangen ist. Spoileralarm: Kurz vor Zielschluss gelang ihm das Finish auf dem Bonner Marktplatz, was mir leider verwehrt blieb. Dieser Bericht ist wirklich unglaublich spannend und auch für Laien sehr interessant zu lesen. Er vermittelt sehr anschaulich, was einem Läufer in den vier Tagen erwartet, wie sich der Sportler von Stunde zu Stunde verändert und wie er sich immer wieder neu motivieren muss um durchzuhalten.
Auf einigen der Bilder bin ich zu erkennen und in einem der vielen kurzen Videos komme ich sogar zu Wort. Damals habe ich etliche Kilometer und vor allem Pausenminuten zusammen mit Nils verbracht und ich freue mich darauf, ihn unter umgekehrten Bedingungen wieder zu treffen.
Was gibt es sonst noch? Nächste Woche steht ein Interview bei Antenne Koblenz an, einem Radiosender der über den Spendenlauf berichten möchte. Darauf bin ich schon sehr gespannt.
09.02.2019
Heute war der erste richtig lange Lauf in diesem Jahr. Dabei handelte es sich um einen sogenannten Freundschaftslauf oder Einladungslauf. Irgend jemand, in diesem Fall Daniel, sucht eine Strecke aus, organisiert die Infrastruktur wie wo treffen wir uns, wie kommen wir zum Startort, sorgt für verschiedene Verpflegungspunkte unterwegs, kümmert sich um die Duschmöglichkeiten zum Abschluss und reserviert einen Tisch in einem Lokal in der Nähe. Das Ganze wird auf Facebook publik gemacht und Interessenten melden sich gegen eine Teilnahmegebühr an. Ohne Wettkampfcharakter wird die Strecke von Start bis zum Ziel dann gemeinsam bewältigt. So ging es heute mit Bahn und Bus von Bad Breisig hoch in die Eifel nach Adenau und von dort über den Wanderweg "Eifelleiter" über die Hohe Acht runter wieder zurück nach Bad Breisig.
Auf dem Turm der Hohen Acht weht ein eisiger Wind, der einem die Mütze wegpustet.
Die Teilnehmer laufen durch matschigen Schnee
Oben in der Eifel lag noch Schnee, auf der Hohen Acht pfiff uns der Wind um die Ohren, dann raubte uns der matschige Schnee die Kräfte, bis es zwischen dem ersten und dem zweiten Verpflegungspunkt dann besser und trockener wurde.
Am Ende des Tages standen dann schöne 53km auf der Uhr.
Die Teilnehmer Medaille des 3. EifelleiterTrails über 53.km mit 1.300hm
Ich bin zwar die letzten 15km nur noch gewandert, aber das entspricht ja auch völlig den Gegebenheiten beim WiBoLT im Juni. Von daher ist alles im Plan, auch wenn mir der Lauf am Ende schwer fiel. Ich konnte von den beiden Experten Stefan B. und Holger B. Tips für den WiBoLT bekommen, immerhin haben ihn beide schon souverän gemeistert, in der Person von Holger sogar einmal gewonnen. Mit meinen alten Laufkumpel Stefan J. haben wir über zurückliegende gemeinsame Läufe nachgedacht und neue Laufabenteuer geplant. Mit Selina, einer Kinderintensivpflegerin aus Bad Kreuznach konnte ich über die Frühgeborenen-­Retinopathie fachsimpeln und erfuhr von ihr die Gründe, warum diese Ursache für Blindheit in den letzten Jahren erfreulicherweise so deutlich zurückgegangen ist. Bestimmt waren einige ihrer kleinen Patienten später auch Schüler bei uns an der Landesschule. So hatten wir ein schönes Thema. Außerdem konnte ich einiges an Material testen, zum Beispiel meinen neuen Laufrucksack. Er hat sich schon jetzt bewährt. Schön groß, und auch beladen wackelt beim Laufen nichts und passt perfekt. Den nehme ich schon mal mit nach Wiesbaden. Die Schuhe haben auch gut mitgemacht und meine Füße wie versprochen trocken gehalten. Sollte es also regnen beim WiBoLT, wären sie eine willkommene Alternative.
Laufrucksack und Schuhe am Ende das Tages

03.02.2019
Seit gestern ist meine Anmeldung zum WiBoLT raus und ich warte auf den Moment, wo mein Name auf der Startliste erscheint. Das Training im Januar verlief sehr gut, ich bin noch nie zuvor in einem Januar so viele Kilometer gelaufen wie in diesem Jahr. Das macht Hoffnung auf die weitere Vorbereitung. Das Spendenbarometer ist durch eine großzügige Spenderin schon mal direkt auf 2€/km geklettert. Das freut mich außerordentlich. Vielen Dank dafür! Aber ich werde mich auch über jeden Kleinstbetrag freuen, zusammen ergeben sie eine ansehnliche Summe, für die es sich zu quälen lohnt.